DVB-C (Kabel)
DVB-C steht für Digital Video Broadcasting Cable. Es ist eine weitere Variante des DVB.
Man nutzt DVB-C für die Übertragung von digitalen Zusatzdiensten via Kabelanschluss.
Es erlaubt zusätzlich die Übertragung digitaler Hörfunkprogramme. In Deutschland wird DVB-C eher weniger
beachtet und liegt daher etwas brach, so gibt es die privaten Sender erst seit 2006.
Viele Besitzer von sogenannten Sat-Schüsseln nutzen DVB-C allerdings für den Aufbau
eines VDR. In diesem Fall bietet sich eine Kombi aus DVB-T und analogem TV.
Durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Kabelnetze, erhöht sich auch die
Übertragungskapazität. Konnten bis dato bis zu 50 Programme empfangen werden,
sind es nunmehr schon bis zu 500 Programme, die in hervorragender Qualität und
dazu auch noch gleichzeitig empfangen werden können. Der ursprüngliche Gedanke
war, die Kabelnetze als ein reines Distributions-Medium zu nutzen. Soll heissen, dass
Fernsehsignale in eine Richtung zum Konsumenten gesendet werden sollten. Damals
war der Gedanke an eine sogenannte Rückkanalfähigkeit noch gar nicht geboren.
Zur damaligen Zeit befand sich das deutsche Kabelnetz im Eigentum der Deutschen
Post. Nach Kartellrechtlicher Intervention, sah sich die Deutsche Telekom gezwungen,
ihr bestehendes Kabelnetz im Zeitraum 2000 bis 2003, sukzessive an diverse
Finanzinvestoren zu veräussern. Heraus kam ein Konsortium dreier Kabelnetzbetreiber,
bestehend aus Unitymedia, Kabel Baden-Württemberg und Kabel Deutschland. Diese drei
Betreiber versorgen die deutsche Netzebene mit drei Signalen.
Das deutsche Kabelnetz bietet allerdings viel mehr Kapazität als nur Fernsehsignale zu übertragen. Durch
die fortschreitende Rückkanalfähigkeit sind die Möglichkeiten multimedialer Anwendungen
enorm gestiegen. Mittlerweile schon nahezu grenzenlos, kann man z.B. interaktiv seinen gewünschten Film auswählen und bekommt auf Wunsch auch noch alle
Hintergrundinformationen, wie z.B. Regisseur oder Drehbuchautor, bis hin zu mitwirkenden
Schauspielern geliefert. Die dazugehörige DVD kann man sich sogleich noch mitbestellen.
Auch Telefon und Internet lassen sich Rückkanalfähig nutzbar machen. Man kann digitales
Kabel auch als kleines Wunder bezeichnen. So ist der Fortschritt als rasant anzusehen.
Mittlerweile stellen die Anbieter schon 100 Mbit/s Datenströme zur Verfügung und nach oben
hin sind die Kapazitäten mit fortschreitender Entwicklung weiterhin offen. Man spricht nunmehr schon
von Möglichkeiten um die 5 Gbit/s!
Im digitalen Kabelnetz können folgende Sender über DVB-C empfangen werden:










